Ein gutes Seniorenhandy ist eines, das Oma oder Opa auch wirklich benutzen: mit großen Ziffern, lautem Ton, ausdauerndem Akku und einer SOS-Taste. Wer nur telefonieren und SMS schreiben möchte, ist mit einem einfachen Tastenhandy am besten bedient. Wer gern Fotos der Enkel ansehen oder Online-Banking nutzen möchte, greift besser zu einem Smartphone im vereinfachten Modus.
Tastenhandy oder Smartphone?
Die Entscheidung hängt weniger vom Alter ab als von Gewohnheiten, Sehvermögen, Fingerfertigkeit und davon, ob jemand bei den Einstellungen helfen kann. Viele ältere Menschen kommen mit einem Smartphone gut zurecht, andere geben nach der ersten Woche auf, weil der Touchscreen scheinbar „von selbst“ reagiert.
| Klassisches Tastenhandy | Smartphone | |
|---|---|---|
| Nutzung | Anrufe, SMS, Wecker, manchmal Kamera | Anrufe, Videotelefonie, Fotos, Messenger, Banking, Karten |
| Bedienung | große, echte Tasten | Touchscreen, Sprachassistent |
| Akku | hält meist mehrere Tage | meist ein bis zwei Tage |
| Preis | niedriger | höher, ein Mittelklassemodell genügt aber |
| Geeignet für | schwächere Augen, zittrige Hände, Einsteiger | alle, die mit der Familie in der Ferne in Kontakt bleiben möchten |
Wer unschlüssig ist, findet im Klapphandy mit Tasten und großem Display einen guten Mittelweg: Beim Zuklappen wird das Gespräch beendet, und in der Handtasche sind die Tasten vor versehentlichem Drücken geschützt.
Was ein gutes Seniorenhandy können sollte
Im Handel finden Sie klassische Handys für ältere Menschen unter Begriffen wie „Großtastenhandy“ oder „Seniorenhandy“. Achten Sie beim Vergleich auf:
- Große, getrennte Tasten mit gut lesbaren Ziffern und spürbarem Druckpunkt.
- Lauten Klingelton und lauten Hörer; für Hörgeräteträger auf die Kennzeichnung HAC (hörgerätekompatibel) achten.
- Eine SOS-Taste, meist auf der Rückseite, die bei längerem Drücken eine gewählte Nummer anruft (bei manchen Modellen mehrere Nummern nacheinander).
- Eine Ladeschale, in die das Handy einfach gestellt wird, ohne Fummelei mit Kabel und kleiner Buchse.
- Ein großes, kontrastreiches Display und einstellbare Schriftgröße.
- Unterstützung für 4G und VoLTE-Telefonie. Manche günstige Modelle funken nur im 2G-Netz, und die Netzbetreiber schalten ältere Netze nach und nach ab (A1 Slowenien etwa hat die Abschaltung des 3G-Netzes angekündigt). 4G ist daher die sicherere Wahl.
- Kurzwahltasten (z. B. für die Kinder) und eine Taschenlampe.
Was kostet ein Seniorenhandy?
Klassische Seniorenhandys gehören zu den günstigeren Geräten auf dem Markt. Ein Beispiel aus einem slowenischen Onlineshop: Ein Tastenhandy mit Ladeschale, SOS-Taste und Kamera kostete 59,99 €, ein Klapphandy mit 2,8-Zoll-Display, SOS-Taste und Ladeschale 89,99 € (Preise Stand Oktober 2026, Aktionen ändern sich). Dieses Klapphandy funkte nur im 2G-Netz – ein Zeichen dafür, wie wichtig ein genauer Blick auf das Datenblatt ist.
Ein Smartphone für Senioren braucht weder die beste Kamera noch den schnellsten Prozessor. Ein solides Mittelklassemodell mit großem Display, langer Akkulaufzeit und mehrjährigen Sicherheitsupdates genügt. Kaufen Sie kein Handy, nur weil es das billigste ist: Ein zu langsames Gerät ohne Updates sorgt schnell für Frust und ist beim Online-Banking ein Sicherheitsrisiko.
Smartphone für Senioren richtig einrichten
Jedes moderne Smartphone lässt sich deutlich vereinfachen. Nehmen Sie die Einstellungen gemeinsam mit der Person vor, damit sie weiß, was sich geändert hat.

Android
Viele Android-Handys haben einen eingebauten Einfachmodus (bei Samsung heißt er Einfacher Modus bzw. Easy mode), der Symbole und Schrift vergrößert und weniger wichtige Funktionen ausblendet. In den Bedienungshilfen lassen sich Schrift- und Anzeigegröße erhöhen sowie Untertitel und Vergrößerung einschalten.
iPhone
Das iPhone bietet den Unterstützenden Zugriff (Assistive Access), der den Bildschirm auf wenige große Schaltflächen wie Anrufe, Nachrichten, Kamera und Fotos reduziert. Er wird in den Einstellungen unter Bedienungshilfen aktiviert.
Unabhängig vom System gilt: nur wenige wichtige Apps auf den Startbildschirm legen, Fotos der Familienmitglieder in die Kontakte einfügen und den Notfallpass ausfüllen, der auch auf dem Sperrbildschirm sichtbar ist.
Hilfe für Senioren: SOS-Taste, Hausnotruf und Unterstützung durch den Anbieter
Eine SOS-Taste hilft nur, wenn das Handy griffbereit und geladen ist. Für ältere Menschen, die allein leben, lohnt sich deshalb auch ein Hausnotruf. In Slowenien heißt dieser Dienst E-Oskrba: Ein Armband oder Anhänger mit Taste verbindet mit einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale, ein Anhänger mit Sturzsensor kann den Alarm auch selbst auslösen.
Seit dem 1. Juli 2025 gehört die E-Oskrba in Slowenien zu den Leistungen der Pflichtversicherung für Langzeitpflege und ist für Anspruchsberechtigte kostenlos. Der Antrag wird beim zuständigen Zentrum für Sozialarbeit gestellt, betrieben wird der Dienst von Telekom Slovenije (kostenlose Nummer 080 12 13, Informationsseite von Telekom Slovenije zur E-Oskrba). In Deutschland und Österreich bieten Wohlfahrtsverbände und private Dienste vergleichbaren Hausnotruf an; ob die Pflegekasse die Kosten übernimmt, erfahren Sie dort.
Fragen Sie beim Kauf über einen Mobilfunkanbieter auch nach einem einfachen Tarif mit ausreichend Gesprächsminuten und ohne unnötige Extras. Wird ein Smartphone genutzt, helfen Mitarbeiter im Shop oft beim Übertragen der Kontakte vom alten Gerät.
Tipps für die erste Woche
- SIM-Karte einlegen, Handy laden und prüfen, ob Gespräche klar und laut genug sind.
- Zwei oder drei verlässliche Nummern auf SOS- und Kurzwahltasten speichern und testen.
- PIN und eine kurze Anleitung für Anrufen, Annehmen und Laden auf einen Zettel schreiben.
- Die Ladeschale an einen festen Platz stellen, etwa auf den Nachttisch.
- Nach einigen Tagen nachfragen, was schwierig ist, und die Einstellungen anpassen.
Häufige Fragen
Welches Handy ist am besten für Senioren?
Für Anrufe und SMS ein klassisches Tastenhandy mit SOS-Taste, Ladeschale und 4G. Für Videotelefonie und Fotos eignet sich ein Smartphone im vereinfachten Modus besser.
Funktionieren Tastenhandys noch?
Ja, wählen Sie aber ein Modell mit 4G und VoLTE. Reine 2G-Geräte sind die schlechtere Wahl, weil ältere Netze schrittweise abgeschaltet werden.
Wie funktioniert die SOS-Taste am Seniorenhandy?
Bei längerem Drücken ruft das Handy automatisch eine gespeicherte Nummer an, bei manchen Modellen mehrere nacheinander. Die Nummern müssen bei der Einrichtung gespeichert und getestet werden.
Ist die E-Oskrba in Slowenien kostenlos?
Für Anspruchsberechtigte ist sie seit dem 1. Juli 2025 kostenlos, da sie zu den Leistungen der Langzeitpflegeversicherung gehört. Den Antrag stellt man beim Zentrum für Sozialarbeit.


